8 Kultgerichte aus dem Norden

Die norddeutsche Küche ist so schnörkellos wie die Begrüßung an der Küste. Mit einem Moin kommen wir durch den Tag. Auch beim Essen lieben wir es bodenständig: Wir haben ein paar Kultgerichte zusammengestellt. 

Labskaus

Der Brei der Seefahrer. Da die Matrosen früher oftmals an Skorbut litten und Probleme mit dem Kauen hatten, drehten sie ihr Essen einfach durch den Fleischwolf. Die wohl gängigste Zubereitung von Labskaus ist mit gepökeltem Rindfleisch, Roter Beete und Gewürzgurken. Heute ist auch oft ein Spiegelei oben auf.

Rollmops

Ganz so norddeutsch ist der Rollmops gar nicht, er soll nämlich in Berlin erfunden worden sein. Doch er ist mittlerweile aus den Küchen unserer Region nicht mehr wegzudenken. Form und Aussehen des zusammengerollten Heringslappens sollen die Namensgeber an die Hunderasse Mops erinnert haben. Das ist wohl eindeutig Ansichtssache.

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Grünkohl

Es ist wieder soweit: Massen ziehen mit Bollerwagen und jeder Menge Schnaps über das platte Land, es ist Grünkohltourzeit. Meistens wird das grüne Gemüse mit sogenannter „Pinkel“, einer geräucherten Grützwurst, serviert. Doch auch in der modernen Küche hat der Kohl seinen Platz gefunden, zum Beispiel in Form von Chips.

Fischstäbchen

Jeder Bremerhavener weiß: Wir sind die Welthauptstadt der Fischstäbchen: Wir produzieren 2,7 Milliarden Stück jährlich. Die werden in rund 20 Länder exportiert. 1959 lief das erste Päckchen Fischstäbchen in Bremerhaven vom Band. Im Durchschnitt isst jeder Deutsche 24 Stück von dem Fisch in der goldbraunen Panade.

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Krabbenbrötchen

Die Preise für Krabben sind so unbeständig wie die Spritpreise. Ein Krabbenbrötchen kostete im vergangenen Jahr schon mal 11,50 Euro. In diesem Sommer zahlten die Kunden für 100 Gramm der kleinen Tierchen auf Brot nur etwa sechs Euro.

Röhrkohl

Den Röhrkohl bezeichnen viele als unsere ganz besondere Variante des Grünkohls. Diese schmackhafte Grasart wächst hauptsächlich auf Salzwiesen. Doch aufgepasst: Er ist gefährdet, daher darf ihn auch nicht jeder einfach ernten. Traditionell dürfen nur Einheimische der Küstengebiete den Röhrkohl im Mai und Juni schneiden, so ist es auch an der Wurster Nordseeküste.

Fischfrikadelle

„Samstagabend, n Kööm und n kühles Blondes, und auf die Schnelle noch ne Fischfrikadelle“, besingen Fettes Brot die Rumkugel der Norddeutschen. Rein kommt alles, was in der Küche übrig geblieben ist.

Knipp

Fleischgrütze ist kein schönes Wort. Aber Bremer Knipp hört sich doch gut an. Hergestellt ist Knipp aus Hafergrütze, Schweinefleisch, Rinderleber und Brühe. Meistens wird Knipp mit Brat- oder Salzkartoffeln gegessen. Gurke dazu oder Apfelmuss und Rote Bete. Das geht alles kalt oder warm und zwar aufs dunkle Brot. Mahlzeit.