Bundesländer im Norden wollen Windenergie wieder ankurbeln

Die norddeutschen Energieminister beraten am Montag ab 10 Uhr in Hannover mit Vertretern der Bundesregierung und der Wirtschaft über die Flaute der Windenergie. Weil der Ausbau der Windkraft bundesweit fast zum Erliegen gekommen ist, wollen die Nordländer der Branche neuen Schub verleihen.

Planungssicherheit schaffen

Neben gesetzlichen Regelungen soll es um mehr Personal für beteiligte Behörden, eine gute Netzanbindung und die Akzeptanz der Bürger gehen. „Wir wollen Lösungen auf den Weg bringen“, sagte Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) im Vorfeld. Ziel sei es, Planungssicherheit für die Branche zu schaffen und einen Technologieschub auszulösen.

Diese Bundesländer sind dabei

Erwartet werden insgesamt rund 45 Teilnehmer. Fünf Bundesländer sind mit ihren Energieministern und -senatoren beteiligt: Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

Wenig neue Anlagen

Im ersten Halbjahr 2019 waren an Land nur 86 neue Windenergieanlagen errichtet worden. Das entsprach einem Brutto-Zubau von 287 Megawatt, so wenig wie noch nie seit Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2000. Gründe für den Rückgang sind fehlende Flächen und Klagen gegen weitere Windräder.

Von 40 auf 65 Prozent

Der geringe Ausbau erneuerbarer Energien gefährdet die Erreichung der Klimaziele. Bis 2030 soll der Ökostrom-Anteil von knapp 40 Prozent auf 65 Prozent steigen. (dpa)