Die Afrikanische Schweinepest kommt immer näher

Die Afrikanische Schweinepest rückt immer näher an Niedersachsen heran. In Belgien wurden zwei infizierte tote Wildschweine gefunden. Selbst wenn die Seuche in einem anderen Bundesland ausbricht, könnte dies für die heimischen Schweinehalter schwere Konsequenzen haben.

„Bedrohung direkt vor der Haustür“

Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) und Landwirtschaftsexperten haben alarmiert auf das Auftreten der Afrikanischen Schweinepest nahe der deutschen Grenze in Belgien reagiert. Man habe es mit einer Bedrohung direkt an der Haustür zu tun, sagte Otte-Kinast am Freitag im Landtag.

Kommt ein Importverbot?

Ein Vertreter der Landwirtschaftskammer warnte vor den schweren wirtschaftlichen Folgen, die selbst ein Ausbruch der Seuche in einem anderen Bundesland für die Schweinehalter in Niedersachsen haben könnte. In Ländern wie China, Korea und Japan gelte dann ein sofortiges Importverbot für Schweinefleisch aus ganz Deutschland.

Für den Menschen ungefährlich

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass 60 Kilometer entfernt von der deutschen Grenze in Belgien die Seuche bei zwei tot gefundenen Wildschweinen festgestellt worden war. Die Afrikanische Schweinepest ist eine schwere Virusinfektion, die Wild- und Hausschweine betrifft und für sie tödlich sein kann. Für den Menschen ist sie ungefährlich.

Sorge in Niedersachsen ist groß

In den Agrarbetrieben in Niedersachsen werden rund acht Millionen Schweine gehalten, deshalb ist die Sorge vor einem Ausbruch der Seuche hier besonders groß. Die Krankheit überträgt sich auch über verseuchte Speisereste, Viehtransporter und Stallkleidung.

Seuchengebiete im Osten

Die A2 verbindet Osteuropa – und damit die Seuchengebiete – mit Niedersachsen. Seit langem gibt es die Sorge, Touristen und Lastwagenfahrer könnten das hochansteckende Virus in Lebensmitteln mitbringen. (lni)