DLRG zählt weniger Badetote in Niedersachsen

Die Zahl der Ertrunkenen in Niedersachsen ist in diesem Jahr geringer als im Vorjahr. Bis Ende Juli seien 29 Menschen ertrunken, im Vorjahr waren es zu diesem Zeitpunkt bereits 41. Das teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag mit. 

Mehr Männer als Frauen

Ein Grund sei der Sommerbeginn mit zunächst verhaltenem Wetter gewesen. 23 der Ertrunkenen waren männlich, 6 weiblich. In Bremen ertrank bislang ein Mann im Unisee. Fünf Menschen haben die DLRG-Helfer in Bremen vor dem Ertrinken gerettet. Auch bundesweit gab es weniger Badetote: Laut DLRG-Statistik ertranken bisher insgesamt 250 Menschen – 29 weniger als im Vorjahr zu diesem Zeitpunkt.

Weniger Kinder können schwimmen

Die DLRG kritisierte die schlechteren Schwimmfähigkeiten gerade bei Kindern. Nur knapp über 40 Prozent der Kinder könnten nach der Grundschule schwimmen. In den 1990er Jahren seien das noch nahezu 90 Prozent gewesen.

Gefahr Alkohol

Besonders gefährlich sind laut DLRG ungesicherte Badestellen. Auch durch Alkohol und Selbstüberschätzung gefährden sich Schwimmer immer wieder selbst. Als Risikogruppe identifizierte die DLRG im vergangenen Jahr Geflüchtete. Diejenigen, die in diesem Zeitraum ertrunken waren, seien nahezu alle Nichtschwimmer gewesen.