Ermittlungen gegen Zulieferer bei Sanierung der „Gorch Fock“

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt im Fall der umstrittenen Sanierung des Marineschulschiffs „Gorch Fock“ auch gegen Zuliefererfirmen.

Verdacht auf Rechnungsbetrug

Mehrere Subunternehmen seien bereits im vergangenen Jahr durchsucht worden wegen des Verdachts auf Rechnungsbetrug, sagte ein Sprecher der Behörde am Freitag. „Die Ermittlungen dauern an.“ Zur Zahl der Firmen machte er keine Angaben. Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet.

Zahlungen einbehalten?

Hauptauftragnehmer bei der Generalüberholung des Segelschiffs war bis 2020 die Elsflether Werft an der Unterweser. Deren frühere Führung soll aus Zahlungen der Marine für die Leistungen von Zulieferern jeweils 15 Prozent einbehalten haben. Die Subunternehmer hätten dem zugestimmt, um überhaupt an die staatlichen Aufträge zu kommen.

Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug

Die Vorwürfe lauten nach „Spiegel“-Angaben Bestechung im geschäftlichen Verkehr und Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug. Die Bundeswehr schätzt den entstandenen Schaden nach früheren Angaben auf etwa 16 Millionen Euro. (dpa)