Erste Heuler der Saison erholen sich in der Seehundstation

Die ersten Heuler der Saison erholen sich derzeit in der Seehundstation Norddeich. Die süßen Tiere entwickeln sich prächtig.

Femke und Snorre werden umsorgt

Femke heißt der erste Heuler der Saison 2018 in der Seehundstation Norddeich. Die knapp acht Kilo schwere Frühgeburt wurde bereits Ende April von Touristen in Stade gefunden und war erst wenige Tage alt. Inzwischen hat sich das Tier nach Angaben von Pflegern gut entwickelt, ebenso wie die Frühgeburt Snorre: Der Heuler wurde Mitte Mai in Wilhelmshaven entdeckt.

Schwere Gewitter und Vatertag

„Femke ist sehr wahrscheinlich durch ein schweres Gewitter von der Mutter getrennt worden“, sagte Stationsleiter Peter Lienau am Mittwoch. Snorre könne dagegen ein Opfer menschlicher Störungen am langen Himmelfahrtswochenende sein. Nach dem Fronleichnamswochenende seien fünf weitere Heuler in die Quarantänestation gekommen.

Einsames Jungtier nicht immer ein Heuler

Seehund-Jungtiere werden nach der Geburt im Juni-Juli von den Muttertieren auf Sandbänken gesäugt und während der Nahrungssuche kurzfristig allein gelassen. Ein Jungtier am Strand bedeutet daher nicht zwangsläufig, dass dort ein Heuler liegt, der dauerhaft von seiner Mutter getrennt wurde.

Das Tier nicht anfassen

Strandbesucher sollten daher 300 Meter Abstand halten, das Tier nicht anfassen, sondern den Fundort verlassen. Im Notfall sollte die Seehundstation (04931/973330) verständigt werden. (lni)