Hamburg: Neue Fotofahndung nach 101 mutmaßlichen G20-Gewalttätern

Beim G20-Gipfel in Hamburg wurde nicht nur viel randaliert, sondern auch viel gefilmt. Das erklärt, warum die Polizei noch immer in mehr als 3000 Fällen ermittelt. In gut 100 bittet sie nun erneut die Bevölkerung um Mithilfe – mit Fotos.

101 mutmaßliche Gewalttäter gesucht

Gut zehn Monate nach den schweren Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg haben Polizei und Staatsanwaltschaft Fotos von weiteren 101 mutmaßlichen G20-Gewalttätern ins Internet gestellt.

Von Körperverletzung bis Plünderung

Den Verdächtigen würden schwere Straftaten wie gefährliche Körperverletzung, schwerer Landfriedensbruch oder Plünderung vorgeworfen, sagte Staatsanwalt Michael Elsner am Mittwoch. „Wir reden hier nicht über Kleinigkeiten.“ Polizeisprecher Timo Zill bat die Bevölkerung um Mithilfe bei der Identifizierung der Gesuchten.

Erste Fahndung: 35 Gesuchte geschnappt

Die erste Öffentlichkeitsfahndung, die am 18. Dezember vergangenen Jahres gestartet worden war, sei sehr erfolgreich gewesen. 35 der 107 gesuchten Verdächtigen – knapp 33 Prozent – seien identifiziert worden. (lno)