Högel-Prozess: Zeugen droht Verfahren wegen Meineids

Die Oldenburger Staatsanwaltschaft hat gegen vier Zeugen im Prozess gegen den Ex-Krankenpfleger Niels Högel Verfahren wegen Meineids eingeleitet. Das bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Dies hatte zuvor die Oldenburger „Nordwest-Zeitung“ berichtet. Danach richten sich die Verfahren gegen einen leitenden Oberarzt, einen stellvertretenden Stationsleiter und zwei Krankenschwestern des Klinikums Oldenburg.

Richter ist verärgert

Die Zeugen hatten sich im Prozess gegen Högel wegen hundertfachen Mordes mehrfach auf Erinnerungslücken berufen. Der Vorsitzende Richter hatte sich in dem Verfahren vor dem Landgericht Oldenburg darüber verärgert gezeigt und die vier Zeugen vereidigt.

Es droht Freiheitsstrafe

Bei Meineid droht eine Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr. Bei einer falschen uneidlichen Aussage droht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. (lni)