Nach Schüssen in Halle: Jüdische Gemeinde in Hannover verstärkt Sicherheitsmaßnahmen

Die jüdischen Gemeinden in Hannover werden nach den tödlichen Schüssen vor einer Synagoge in Halle stärker bewacht. Die jüdische Gemeinde Schaumburg will den Feiertag Jom Kippur trotz der Ereignisse begehen. „Wir werden für die Ermordeten beten“, sagt die Vorsitzende.

Verstärkung aus Niedersachsen

Polizisten aus Niedersachsen seien zur Unterstützung der Einsatzkräfte in Sachsen-Anhalt angefordert worden, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums in Hannover. Auch ein Polizeihubschrauber aus Niedersachsen sei nach Halle geschickt worden.

Eine Festnahme

Schwer bewaffnete Täter hatten dort zwei Menschen erschossen und die Flucht ergriffen. Die Polizei teilte mit, mehrere bewaffnete Täter seien mit einem Auto auf der Flucht. Am frühen Nachmittag meldete die Polizei dann die Festnahme einer Person, ohne Details zu nennen.

Synagoge voll besetzt

Zum Zeitpunkt der tödlichen Schüsse war das jüdische Gotteshaus voll besetzt, sagte der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Halle, Max Privorotzki, dem „Spiegel“. Es seien 70 bis 80 Menschen in der Synagoge gewesen. Die Sicherungsvorkehrungen am Eingang hätten „dem Angriff standgehalten“, zitierte der „Spiegel“ den Vorsitzenden. (dpa)