Niedersachsen: Umweltminister warnt davor, Wolf nicht abzuschießen

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) hat vor den Folgen eines Verzichts auf den Abschuss des Rodewalder Wolfsrüden „GW 717m“ gewarnt. Das Tier im Kreis Nienburg soll erlegt werden. Der „Freundeskreis freilebender Wölfe“ geht rechtlich dagegen vor.

Mehr Nutztierrisse?

„Auch weitere Individuen des Rudels könnten betroffen sein und dieses problematische Jagdverhalten übernehmen“, sagte Lies am Montag im Umweltausschuss des Landtags. Dies könnte zu einem Anstieg der Nutztierrisse führen. „Wenn wir nicht handeln, fühlen sich die Betroffenen allein gelassen, das fördert nicht die Akzeptanz“, warnte der Minister mit Blick auf die Weidetierhalter.

Verwaltungsgericht muss entscheiden

Dem Leitrüden des Rodewalder Rudels waren nach Angaben des Ministeriums genetisch zahlreiche Risse von Nutztieren nachgewiesen worden, darunter auch Rinder und Ponys. Im Januar wurde eine Sondergenehmigung zum Abschuss des Tiers erteilt. Dagegen hat der „Freundeskreis freilebender Wölfe“ ein Eilrechtsverfahren angestrengt. Das Verwaltungsgericht Oldenburg will darüber möglichst bald entscheiden. (lni)