Norddeutsche Ermittler berichten: So endete die Jagd auf den „Maskenmann“

Die Jagd nach Verbrechern läuft in der Realität viel mühsamer ab, als im Fernsehen oder in Kriminalromanen. Das möchten drei Ermittler aus Norddeutschland mit einem neuen Buch aufzeigen – und gehen dabei unter anderem auf den spektakulären Fall des „Maskenmannes“ ein, der in Norddeutschland Jungen sexuell missbrauchte und tötete.

Nachts in Jugendherbergen eingedrungen

Die 20-jährige Jagd nach dem „Maskenmann“ dürfte vielen noch im Gedächtnis sein. Ab 1992 drang ein großer, maskierter Mann nachts immer wieder in Internate, Jugendherbergen und Schullandheime in Norddeutschland ein. Er missbraucht Jungen sexuell. 1992, 1995 und 2001 verschleppt und tötet er drei Opfer sogar.

Tausende Spuren

Über die Jahre gehen die Ermittler Tausenden Spuren nach. Aber erst durch TV-Fahndungen 2009 und 2011 gehen die entscheidenden Hinweise ein. Ein Jogger hatte Jahre zuvor einen Mann mit einem der Opfer gesehen. Und ein Junge berichtete vom verdächtigen Verhalten eines Betreuers auf einer lange zurückliegenden Ferienfreizeit. Der „Maskenmann“ wurde 2011 in Hamburg festgenommen und ein Jahr später in Stade verurteilt.