Schwarzbrauenalbatros erfreut Vogelfreunde im Norden

Vom Wind getrieben segelte ein Wanderalbatros dieses Jahr zum dritten Mal in Folge von der Südhalbkugel nach Helgoland – zum Entzücken der Vogelfreunde.

Zum dritten Mal Helgoland angesteuert

Der imposante Vogel mit seiner Spannweite von 2,40 Meter hat das dritte Jahr in Folge Helgoland http://dpaq.de/rJnK1 angesteuert. Am 9. April sei er erstmals in diesem Frühjahr auf der roten Felseninsel entdeckt worden, berichtet Tourismusdirektor Klaus Furtmeier. Der Schwarzbrauenalbatros ist normalerweise nur auf der Südhalbkugel unterwegs.

Albatros verhält sich untypisch

In diesem Jahr verhält sich der Helgoländer Albatros bislang jedoch untypisch, erklärt der Leiter Vogelwarte Helgoland, Jochen Dierschke: Weil er nur zweimal für jeweils einen Tag auf dem Lummenfelsen landete. Beim dritten „Besuch“ am 8. Mai flog er nur über die Insel hinweg. „Vielleicht sitzt er aber bald wieder für zwei, drei Tage hier“, hofft der Biologe.

Wochenlang ohne Pause auf dem Meer

Oft bleibe der imposante Vogel den neugierigen Blicken der Ornithologen jedoch auch verborgen. Es sind nicht überall Vogelbeobachter, und es gibt viele Plätze, die nicht beobachtet werden können. Außerdem segelt er  zum Teil wochenlang ohne Pause über das Meer. Das funktioniert nur, weil er nicht unentwegt mit den Flügeln schlagen muss. Stattdessen nutzt der Albatros mit ausgefeilter Gleitflugtechnik den Wind als Antrieb, ohne selber Energie zu verbrauchen. So kann er über einen Zeitraum von acht Stunden Durchschnittsgeschwindigkeiten von mehr als 120 Kilometern pro Stunde schaffen.