Urteil in Lüneburg: Schimpanse Robby darf im Zirkus bleiben

Der Zirkus-Schimpanse Robby soll seinen Lebensabend nicht mit Artgenossen verbringen. Der Affe darf im Zirkus bleiben. Das hat das niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg am Donnerstag entschieden.

Seit 40 Jahren im Zirkus

Im Juni machte der „Circus Belly“ mit Schimpanse Robby im Cuxland halt. Bis heute stritt der Besitzer Klaus Köhler vor Gericht dafür, den Affen im Zirkus zu behalten. Seit über 40 Jahren lebt der 47-jährige Robby im „Circus Belly“.

Artgerechter Lebensabend gefordert

Der Zirkusbetreiber hatte gegen die vom Kreis Celle bereits im Herbst 2015 angeordnete Abgabe des Schimpansen Klage eingereicht. Robby müsse ein artgerechter Lebensabend in einer Auffangstation ermöglicht werden, forderten Tierschutzorganisationen.

Besitzer: Menschen als Artgenossen

Robby kennt keine Affen, sondern nur Menschen – wir sind die Artgenossen für ihn“, sagte dagegen vorab Robbys Besitzer. „In einer Einrichtung würde er völlig überfordert sein und sterben.“ Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg ließ keine Revision zu. (lni)