Weniger Stinte: Fischer warnen vor toter Elbe

Die letzten Elbfischer schlagen Alarm und fürchten um ihre Zukunft. „Die Hamburger Behörden müssen die Tatsache anerkennen, dass der Stintbestand in der Tideelbe dramatisch zurückgegangen ist“, heißt es in einer Erklärung der drei noch aktiven Elbfischer.

Sind Baggerarbeiten schuld?

Das gesamte Ökosystem der Elbe sei gefährdet. „Wir Elbfischer fordern die Behörden auf, endlich zu untersuchen, wie es um den Bestand genau steht und was ihn derart schädigt, dass er jetzt zusammenbricht.“ Die Fischer machen im Wesentlichen Baggerarbeiten in der Elbe für den Rückgang der Stintbestände verantwortlich.

Wasser ist getrübt

Der Hafenschlick, der vor der Elbinsel und dem Naturschutzgebiet Neßsand in die Elbe eingebracht werde, schädige die Eier und Larven der Stinte. Durch die Trübung des Wassers könnten die Stintlarven ihre Nahrung nicht mehr sehen und müssten verhungern. (dpa)