Zahl der Störche im Norden auf Rekord-Hoch

In diesem Jahr haben so viele Störche in Niedersachsen und Bremen gebrütet wie zuletzt 1958. Insgesamt zogen die 1007 frei lebenden Weißstorchpaare in diesem trockenen Sommer dabei 1765 Jungtiere auf, wie der Naturschutzbund Nabu berichtet.

Trockener Sommer

„Dies ist der höchste Storchenbestand in Niedersachsen seit 60 Jahren – und das trotz des extrem trockenen Sommers“, sagte am Montag Hans-Jürgen Behrmann von der NABU Landesarbeitsgruppe Weißstorchschutz Niedersachsen/Bremen. Im vergangenen Jahr seien es 919 Paare mit 1484 flüggen Jungen gewesen. Niedersachsen gehört mit Brandenburg sowie Baden-Württemberg zu den drei Bundesländern mit den meisten Paaren.

Spanien statt Afrika

„Die Hauptursache für den Zuwachs ist das veränderte Zugverhalten der gen Westen in ihre Winterquartiere fliegenden Störche“, erklärte Behrmann. Immer mehr von ihnen blieben als sogenannte Westzieher bereits in Spanien, statt nach Afrika zu fliegen. Dort finden sie genügend Nahrung in der freien Natur, auf Reisfeldern und insbesondere auch auf Mülldeponien. Die Vögel kehrten aus Spanien früher und in größerer Anzahl zurück, zudem seien sie meist in guter Verfassung. „Dadurch steigt die Population“, sagte Behrmann. „Ein wesentlicher Faktor ist außerdem, dass nun die geburtenstarken Jahrgänge der letzten Jahre brutreif werden.“ (dpa)