Zehn Krankenhäuser auf dem Land bekommen Finanzspritze

Die Kliniken in Bremervörde, Rotenburg/Wümme und acht weitere in Niedersachsen bekommen jeweils 400.000 Euro, wie der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) mitteilte.

120 Kliniken bundesweit

Das Geld soll die Versorgung in ländlichen Regionen absichern. Die Zuschläge sollen an Häuser gehen, die für die Notfallversorgung oder die Geburtshilfe in einer Gegend wichtig sind. Bundesweit werden 120 Kliniken bedacht.

Jährliche Zuschläge

Für den Bedarf notwendige Kliniken auf dem Land erhalten ab kommendem Jahr einen Zuschlag. Welche Häuser das sind, wird jährlich neu festgelegt. Auf die aktuelle Liste verständigten sich die Krankenkassen und die Krankenhausgesellschaft, zuerst berichtete die „Bild“-Zeitung (Montag) darüber.

Kriterienkatalog

GKV-Vorstandsmitglied Stefanie Stoff-Ahnis erläuterte, Voraussetzung für die Finanzspritze sei, dass die Kliniken Fachabteilungen für Innere Medizin und Chirurgie oder für Geburtshilfe hätten. Zu den Kriterien gehört auch eine Bevölkerungsdichte von weniger als 100 Einwohnern pro Quadratkilometer. Berechnet wird zudem, für wie viele Patienten die Schließung eines Standortes Fahrtzeiten von mehr als 30 Minuten mit dem Auto zur nächsten Klinik bedeuten würden. (dpa)