Zollfahnder schnappen Autofahrer mit 78310 Euro im Tank

Mit insgesamt 781310 Euro ist ein Mann im Auto durch Europa gereist, bis er im Raum Osnabrück in eine Zollkontrolle geriet. Die Beamten vermuteten, dass das zum Großteil im Tank versteckte Geld aus dem Handel mit Drogen stammte und zogen die Summe ein. Der chinesische Staatsbürger war in Italien gemeldet und mit einem in Polen zugelassenen Auto aus den Niederlanden unterwegs.

Keine Drogen an den Scheinen

Zu Recht, wie jetzt das Oberlandesgericht Oldenburg feststellte. Rauschgiftfahnder entdeckten nach Angaben des Gerichts vom Mittwoch zwar Kokain- und Haschischspuren an den Geldscheinen. Eine Straftat wie Drogenhandel oder Geldwäsche konnten die Ermittler aber nicht nachweisen und stellten das Ermittlungsverfahren ein.

Seltsame Geldwege

Nach seiner Version stammte das Geld aus dem Verkauf einer Wohnung in China und war für Investitionen in Europa bestimmt. In China sei es aber verboten, mehr als 38 000 Euro auszuführen, gab der Mann an. Auch die Überweisung größerer Beträge sei verboten. Daher habe er das Geld in China in Euro umgetauscht und es per Schiff nach Amsterdam transportieren lassen.

In Widersprüche verstrickt

Die Richter fanden die Version des Chinesen jedoch nicht glaubhaft und nicht nachvollziehbar, warum so viel Geld im Tank des Wagens versteckt und durch Europa gefahren wurde. Der Mann hatte sich zudem bei den Aussagen über den angeblichen Wohnungsverkauf in China in Widersprüche verstrickt. Das Geld bleibt daher zugunsten der Staatskasse eingezogen.

Lili Maffiotte

Lili Maffiotte

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Lili Maffiotte, Spanierin mit kompliziertem Namen, aber ohne Spanischkenntnisse, geboren und aufgewachsen in Norddeutschland. Seit 23 Jahren bei der NORDSEE-ZEITUNG - als gelernte Fotografin von der Bildredaktion über ein Volontariat in die Lokalredaktion mit Zwischenstationen in der Sportredaktion. Seit Oktober 2015 in der Online-Redaktion für die Social-Media-Kanäle zuständig.