Dicke Luft: EWE Baskets wehren sich gegen Vorwürfe des Eisbären-Chefs

Nach dem sportlichen Abstieg aus der Basketball-Bundesliga hat Wolfgang Grube, Geschäftsführer der Eisbären Bremerhaven, die EWE Baskets Oldenburg scharf angegriffen. Die Niedersachsen hätten sich beim Spiel mit Crailsheim unsportlich verhalten und Wettbewerbsverzerrung geliefert. Die 87:99 Niederlage der Oldenburger besiegelte schließlich den Abstieg der Bremerhavener. Crailsheim konnte sich knapp retten. Jetzt wehren sich die EWE Baskets gegen die Vorwürfe des Eisbären-Bosses.

„Solche Statements sind eines Erstligisten unwürdig“

„Die Bremerhavener tun gut daran, den Finger nicht auf andere zu richten. Den Abstieg aus der BBL haben sie sich selber zuzuschreiben. Sie hatten es selbst in der Hand, beim MBC den sportlichen Klassenerhalt zu regeln, damit ihr Einspruch gegen den Lizenzentzug überhaupt noch einen Sinn ergeben hätte. Solche Statements sind eines Erstligisten unwürdig und zudem in der Sache bodenlos und unverschämt“, so Hermann Schüller, geschäftsführender Gesellschafter der EWE Baskets.

Baskets-Boss: Haben kein Interesse an einem Abstieg Bremerhavens

Der Baskets-Boss weiter: „Wer die EWE Baskets kennt und unsere Philosophie, die auf Fairness und Respekt beruht, der weiß, dass wir niemals irgendein Spiel absichtlich verlieren würden. Mitnichten haben wir – wie von den Eisbären unterstellt – auch nur ansatzweise ein Interesse daran gehabt, dass Bremerhaven absteigt. Ganz im Gegenteil: Jeder, der etwas von Profi-Sport versteht, weiß, wie wichtig Derbys für Fans und Clubs sind.“

Oldenburger haben Topspieler geschont

Hintergrund der harschen Grube-Kritik ist übrigens, dass Baskets-Coach Mladen Drijencic den besten Spieler der Liga, Will Cummings, geschont und auch die Spielzeit anderer Leistungsträger reduziert hatte, um Kräfte für die Playoffs zu schonen. Dies sei ein großer Vorteil für Crailsheim gewesen.