Die Eisbären zeigen in Bonn Auflösungserscheinungen

Die Eisbären Bremerhaven sind am Tiefpunkt angekommen. Der Tabellenletzte der Basketball-Bundesliga kam bei den Telekom Baskets Bonn mit 75:108 (34:68) unter die Räder. Das Team von Trainer Dan Panaggio lag bereits im ersten Viertel mit 30 Punkten hinten. Bei der 15. Niederlage in Folge zeigten sich Auflösungserscheinungen. 

Verteidigung der Eisbären ist unterirdisch

Es waren noch keine drei Minuten gespielt, als Panaggio seine erste Auszeit nahm. Da lagen die Bonner bereits mit 9:0 in Führung. Doch es sollte noch viel schlimmer für die indisponierten Gäste kommen. Nach zehn Minuten betrug der Vorsprung der Gastgeber unfassbare 30 Punkte (39:9). Die Rheinländer trafen aus allen Lagen, weil die Eisbären unterirdisch verteidigten. Auch offensiv ging nichts. Im ersten Viertel traf das Schlusslicht nur vier seiner 20 Feldwürfe.

Bonn baut Vorsprung auf 40 Punkte aus

Baskets-Trainer Chris O’Shea nutzte die Gelegenheit, seinen Bankspielern Spielzeit zu geben. Die Kontrolle verloren die Bonner jedoch nicht. Im Gegenteil, sie bauten ihre Führung weiter aus. Nach 19 Minuten waren es 40 Punkte (68:28). Das war mehr als ein Klassenunterschied. Ein Aufbäumen war beim Panaggio-Team nicht zu erkennen.

Publikum schunkelt sich in Karnevalsstimmung

Bei diesem Spielstand war klar, dass die Konzentration der Bonner nachließ. Auch das Publikum im Telekom-Dome schunkelte langsam der Weiberfastnacht entgegen. So konnten die Eisbären das dritte Viertel knapp gewinnen. Elston Turner bekam das schon gar nicht mehr mit. Wegen des zweiten unsportlichen Fouls war das Spiel für ihn schon beendet.

Und am Sonntag warten die Bayern

Angesichts dieser katastrophalen Leistung muss man für das nächste Spiel das Schlimmste befürchten. Am Sonntag geht es beim deutschen Meister Bayern München weiter. Das Fehlen des verletzten Jan Niklas Wimberg kann keine Ausrede sein. Was Panaggios Schützlinge zeigten, hatte nichts mit Profi-Basketball zu tun.

Dietmar Rose

Dietmar Rose

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Dietmar Rose ist Sportredakteur bei der Nordsee-Zeitung mit den Schwerpunkten Fußball, Basketball und Tennis. Der gebürtige Münsteraner kam 1997 nach seinem Studium nach Bremerhaven.