Eisbären Bremerhaven: Hat Grubes Schiri-Kritik ein Nachspiel?

Die Schiedsrichter-Kritik von Wolfgang Grube im Rahmen des jüngsten Bundesliga-Duells gegen Ulm (78:88) könnte ein Nachspiel haben. Der geschäftsführende Gesellschafter hatte die Referees in der Halbzeit-Pause im Sender „Magenta TV“ scharf angegriffen.

„Immer verpfiffen“

Sie hätten im zweiten Viertel etliche Fouls gegen die Eisbären nicht geahndet, was eine „Frechheit“ sei, so Grube. Kurz darauf holte er weiter aus: „Es ist festzustellen, dass immer der Underdog – das sind wir hier nunmal – immer verpfiffen wird zugunsten der größeren Mannschaften, die einfach einen höherer Etat haben. Das ist langsam statistisch erwiesen. Und da muss mal was dran getan werden, denn wir zahlen für diese Schiedsrichterleistung pro Saison 40.000 Euro“, echauffierte sich Grube.

Interview wird bewertet

Die BBL teilte auf Anfrage mit, dass die Richtlinien der Basketball-Bundesliga grundsätzlich Kritik an Schiedsrichtern innerhalb definierter Grenzen erlauben. „Vor diesem Hintergrund wird das Interview aktuell noch mal angeschaut und bewertet“, heißt es. Zu Verstößen, die geahndet werden, zählen unterem anderem „Andeutungen oder Unterstellen von … Benachteiligung“.

Christian Heinig

Christian Heinig

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Christian Heinig, Jahrgang 1982, stammt gebürtig aus Berlin. Seit 2017 ist er Sportredakteur der NORDSEE-ZEITUNG. Seine Spezialgebiete sind Basketball, Fußball und US-Sport.