Eisbären können ihre Niederlagenserie auch gegen Ulm nicht beenden

Die Eisbären Bremerhaven haben in der Basketball-Bundesliga erneut die Chance auf einen Befreiungsschlag verpasst. Gegen Playoffanwärter ratiopharm Ulm verloren sie vor nur 1967 Zuschauern in der Stadthalle mit 78:88 (45:49) und bleiben damit auch im zehnten Spiel in Folge ohne Sieg. Beste Werfer waren Chris Warren (22 Punkte) sowie Keith Benson und Elston Turner (beide 16).

Starke Dreierquote zu Beginn

Der Start verlief für die Mannschaft von Headcoach Dan Panaggio zunächst vielversprechend. Das lag vor allem an der starken Quote aus der Distanz. Im ersten Abschnitt versenkten die Bremerhavener starke sieben ihrer zehn Dreierversuche. Elston Turner schaffte gleich drei Treffer, Jan Niklas Wimberg zwei.

Ulm dreht defensiv auf

Da aber auch Ulm hochprozentig traf, lagen die Eisbären nach dem ersten Abschnitt nur knapp vorn (32:28). Im zweiten Abschnitt zogen die Donaustädter dann defensiv die Schrauben an. Das zeigte bei den Eisbären direkt Wirkung: Nicht nur die Wurfquote sank, zudem leitete man sich gleich sieben Ballverluste.

Neuzugang mit guten Aktionen

Die Folge: Im zweiten Abschnitt kamen die Bremerhavener nur auf 13 Punkte. Positiv fiel allein Neuzugang Darious Moten auf, der gute Aktionen hatte und sechs Zähler beisteuerte. Immerhin: Beim Stand von 45:49 ging es in die Pause, es war also noch alles drin.

Viel Kampf und viel Krampf

Die zweite Halbzeit war dann geprägt von viel Kampf – und viel Krampf. Dabei rannten die Eisbären zunächst einem Rückstand hinterher (62:66 / 30.). Vier Minuten vor dem Ende war es dann Chris Warren, der die Seestädter mit drei verwandelten Freiwürfen erstmals seit langem wieder in Führung brachte (71:70). Ulm antwortere aber knochentrocken – mit einem 8:0-Lauf (71:78).

Heimspiel gegen Vechta folgt

In der Schlussphase wurde es dann hektisch. Auch die Schiedsrichter taten mit umstrittenen Pfiffen dazu bei. Allerdings gelang es den Eisbären nicht mehr, Ulm noch einmal abzufangen. Was bleibt, ist einmal mehr eine enttäuschende Niederlage – und der Blick nach vorn: Das nächste Spiel bestreiten die Seestädter am 26. Januar gegen Rasta Vechta (20.30 Uhr, Stadthalle)

Christian Heinig

Christian Heinig

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Christian Heinig, Jahrgang 1982, stammt gebürtig aus Berlin. Seit 2017 ist er Sportredakteur der NORDSEE-ZEITUNG. Seine Spezialgebiete sind Basketball, Fußball und US-Sport.