Ex-Coach Woltmann kritisiert Zusammenstellung des Eisbären-Kaders

Fast zwei Monate ist die Trennung zwischen den Eisbären Bremerhaven und Arne Woltmann her, nun hat sich der Ex-Coach erstmals zu Wort gemeldet  – und zwar in einem Interview mit dem Basketball-Fachmagazin „BIG“. Dabei übt Woltmann auch Kritik an seinem Ex-Club.

„Es fehlt an Athletik und Leadership“

„Die Zusammensetzung der Mannschaft passte von Beginn an nicht zu den Anforderungen, die in der BBL gestellt werden. Es fehlt an Athletik und Leadership“, so Woltmann. Der 44-Jährige bemängelt zudem, dass er als Headcoach nicht den gewünschten Einfluss auf die Kaderplanung gehabt habe – zumindest bei den „Importspielern“. „Ich wurde oft nur informiert, wen wir verpflichtet haben, und sollte aus diesen Spielern dann ein schlagkräftiges Team formen.“

Keine Mitsprache bei Spielerauswahl?

Unstrittig ist, dass bei der Auswahl der ausländischen Profis der neue Sportdirektor Dan Panaggio die Hauptverantwortung trug. Eisbären-Geschäftsführer Wolfgang Grube widerspricht dem Ex-Coach. Er hielt Woltmann bereits bei der Trennung vor, nicht alles aus dem Team herausgeholt zu haben. Und beim Thema Kaderplanung sei er „auch bei den Amerikanern“ immer involviert gewesen, so Grube.

Berater-Job ausgeschlagen

Nach Informationen der NORDSEE-ZEITUNG hatten die Eisbären Woltmann nach dem Aus als Coach angeboten, weiter für den Basketball-Bundesligisten tätig zu sein: als Berater des Clubs. Der gebürtige Bremerhavener soll den Posten aber ausgeschlagen haben.

Christian Heinig

Christian Heinig

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Christian Heinig, Jahrgang 1982, stammt gebürtig aus Berlin. Seit 2017 ist er Sportredakteur der NORDSEE-ZEITUNG. Seine Spezialgebiete sind Basketball, Fußball und US-Sport.