Seawatch-Kapitänin Carola Rackete fuhr auf der „Polarstern“

Die deutsche Kapitänin des Seenotrettungsschiffs „Sea-Watch 3“, Carola Rakete, sitzt weiterhin in italienischer Untersuchungshaft fest – die Entscheidung über einen Haftbefehl wurde vertagt. Bevor sie auf dem Mittelmeer tätig wurde, fuhr sie auf Schiffen aus Bremerhaven.

Zwei Jahre beim AWI

Die Kapitänin hat nach Angaben des Vaters vor und während ihres Studiums als Offizierin auf mehreren Schiffen gearbeitet – unter anderem zwei Jahre auf den Forschungsschiffen „Polarstern“ des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) in Bremerhaven und „Meteor“, dessen Betreiber die Universität Hamburg ist.

Ermittlungsrichter

Rackete war am Samstag mit dem Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ und 40 Migranten an Bord unerlaubt in den Hafen der italienischen Insel Lampedusa gefahren. Sie wurde festgenommen. Die Entscheidung über einen möglichen Haftbefehl ist auf diesen Dienstag vertagt worden. Rackete könnte auch eine Anklage wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung und im schlimmsten Fall Haft drohen.

Viel Unterstützung

In Deutschland hat sich seit der Festnahme der Kapitänin ein breites Bündnis an Unterstützern formiert. Über den Aufruf der Fernsehmoderatoren Jan Böhmermann und Klaas Heufer-Umlauf kamen bis Montagnachmittag fast 800.000 Euro an Spenden zusammen. Auf einer italienischen Facebook-Seite wurden 425.000 Euro gesammelt. (dpa/epd)