Unentdeckte Kammern im Grab von Tutanchamun bleiben erstmal unentdeckt

Die mit Spannung verfolgte Suche nach unentdeckten Kammern im Grab von Tutanchamun geht weiter. Neue Radaraufnahmen werden untersucht. Sollte die Sensation sich bestätigen, will Ägypten aber nicht allein entscheiden, ob man die Wände aufbohrt.

Weitere Analysen sind nötig

Doch bisher gibt es noch keine Gewissheit, ob sich hinter der weltberühmten Grabkammer von Tutanchamun tatsächlich weitere Räume befinden. Man benötigt noch eine Woche für die Analyse neuer Radarbilder. Das sagte der neue ägyptische Antikenminister Khaled al-Anani am Freitag in Luxor. Der britische Ägyptologen Nicholas Reeves glaubt fest an die Existenz dieser Räume.

Messungen in der Grabkamner von Tutanchamun beweisen noch nichts

Ursprünglich war angekündigt worden, dass am Freitag über die Erkenntnisse aus neuen Aufnahmen informiert werden solle. Vorherige Messungen aus der Grabkammer hatten die Existenz weiterer Räume nahegelegt, aber noch nicht bewiesen.

Dateien müssen ausgewertet werden

Die Aufnahmen des ägyptisch-amerikanischen Teams in der Nacht zum Freitag hätten etwa elf Stunden gedauert, so der Minister. Wenn diese Daten ausgewertet seien, werde es Ende des Monats noch weitere Radarmessungen geben. Danach sollen auch internationale Experten eingeschaltet werden.

These eines Briten hält die Forscher in Atem

Reeves veröffentlichte seine Theorie weiterer Kammern im Tutanchamun-Grab im vergangenen Sommer. Sein Aufsatz über Linienstrukturen in zwei Wänden des 1922 entdeckten Grabes des Kindkönigs  sorgte weltweit für Aufsehen. Reeves erkannte in ihnen vermauerte Durchgänge. Er vermutete sogar, dass sich das bislang unentdeckte Grab der Nofretete hinter der Nordwand befinden könnte. Die Büste der Nofretete befindet sich in Berlin.

Schon die Entdeckung weiterer Kammern allerdings wäre eine archäologische Sensation.