Ärger im Wahlkreis: Vockert (CDU) feiert nach der Landtagswahl lieber mit SPD-Gewinner Lottke

Fast 28 Jahre hat Astrid Vockert für die CDU im Niedersächsischen Landtag gesessen. Jetzt regt sich in der Union Unmut. Die Schiffdorferin hat am Abend der Landtagswahl lieber mit dem SPD-Gewinner in ihrem alten Wahlkreis gefeiert als den unterlegenen CDU-Kontrahenten zu besuchen.

SPD-Loxstedt postet nach Landtagswahl Treffen Lottkes mit Vockert

Die SPD Loxstedt hat es noch am Abend der Wahl gepostet: Vockert gratuliert Oliver Lottke zu seinem Sieg im Wahlkreis 59 „Unterweser“. Zwar hatte die Schiffdorferin vorher Lasse Weritz (CDU) besucht, der im Wahlkreis 57 „Geestland“ triumphierte, zu dem neuerdings auch Vockerts Heimatgemeinde Schiffdorf gehört. In Bramstedt-Gackau bei Lottkes Widersacher, Bernd Beckmann (CDU), war sie nicht.

Vockert: Es war schon spät

„Es war schon spät, außerdem will ich mich dafür nicht rechtfertigen“, sagt Vockert zu den Vorwürfen, warum sie nach dem Besuch bei Weritz und Lottke nicht auch bei Beckmann war. Mittlerweile musste die stellvertretende Kreisvorsitzende sich auch im Kreisvorstand erklären.

„Selbstverständlichkeit, dem Wahlgewinner zu gratulieren“

„Es war für mich absolut selbstverständlich, Herrn Lottke zum Wahlerfolg zu gratulieren“, unabhängig vom Wahlerfolg habe sie dem Gewinner in ihrem bisherigen Wahlkreis beglückwünschen wollen.

Ferlemann verwundert über Vockerts Verhalten

CDU-Kreischef Enak Ferlemann hat sich über den Besuch Vockerts bei Lottke „auch gewundert“. Er kündigte an, dass das Verhalten in den Gremien weiter beraten werde – „und dann werden wir sehen, ob es zu irgendwelchen Veränderungen führt“.

Vockerts Retourkutsche wegen Würger?

Vockert hatte bei der parteiinternen Nominierung auf Maren Würger gesetzt, die aber in einer Urwahl Beckmann unterlag. In Teilen der CDU wird das Verhalten vom Wahlabend als Retourkutsche gewertet.