Anwohner wittern Sozialbetrug in Bramel

Seit Jahren steht ein Einfamilienhaus in Bramel leer. Jetzt aber hat jemand zwei neue Briefkästen angebracht. Darauf: 20 Namen. Die vermeintlichen Mieter wurden seit zwei Monaten noch nie gesehen. Die Anwohner sind besorgt.

Nachbarin vermutet Bestell-Betrug

Eine Nachbarin denkt beim Anblick des neuen Briefkastens an Bestell-Betrug, denn der Postbote mache dort ab und an Halt: „Man hört doch immer wieder, dass Kriminelle falsche Namen an Klingelschilder von Mietshäusern kleben und sich teure Waren an diese Adressen liefern lassen“, sagt sie.

Anderer Verdacht: Sozialbetrug

Ein anderer Verdacht: Die Menschen, deren Namen auf den Briefkästen stehen, haben sich in Bramel nur Adressen beschafft, um etwa Hartz-IV-Leistungen zu erschleichen.

Kein Hinweis auf Straftaten

Der Landkreis hat die Situation geprüft: „Laut Melderecht ist alles soweit nachvollziehbar“, sagt Bürgermeister Klaus Wirth. Alle Personen, die auf den Schildern benannt sind, sind auch ordnungsgemäß angemeldet“, betont  Wirth. „Die Sache ist schon ein wenig mysteriös. In diesem Fall gibt es momentan aber keine Hinweise auf Straftatbestände“

Ann-Kathrin Brocks

Ann-Kathrin Brocks

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Ann-Kathrin Brocks ist seit Oktober 2015 Projektredakteurin bei der Nordsee-Zeitung, wo sie auch volontiert hat. Zuvor hat sie an der Universität Siegen „Literary-, Cultural- & Media-Studies“ sowie „Visual Studies & Art History“ studiert.