Arbeit im Veterinäramt: Strenge Regeln, viel Kritik

Wer beim Veterinäramt arbeitet, muss ein dickes Fell haben. Kritik kommt von allen Seiten. Dies liege vor allem daran, dass oftmals nicht bekannt sei, in welch strengem rechtlichen Korsett man agiere, meint Dr. Isabell Tolmien, Amtsleiterin im Landkreis Cuxhaven. 

Kontrollen von den Kapazitäten des Amtes abhängig

Tolmien weiß, dass ihr Berufsstand oftmals für Dinge kritisiert wird, die von ihm gar nicht zu verantworten sind. Die Anzahl und der Umfang der Kontrollen beispielsweise hänge von den Kapazitäten eines Amtes ab. Noch häufiger sei man allerdings mit Vorwürfen direkt aus der Bevölkerung konfrontiert. Beispielsweise, wenn Anrufer Missstände, oder vermeintliche Missstände melden wollen. „Wir müssen uns an geltendes Recht halten“, betont Tolmien.

Amt steht bis zu 20-mal pro Jahr vor Gericht

Ob  Einschätzungen und Konsequenzen des Veterinäramtes im Zweifelsfall auch vor Gericht Bestand haben, sei nicht gewiss. So komme es zu etwa zehn bis 20 Verfahren pro Jahr, mit denen das Amt leben müsse, erläutert.  Von derartigen Konflikten, aber auch von den sonstigen Abläufen der Behörde bekämen die Bürger nichts mit. Denn was beispielsweise eine Kontrolle vor Ort ergeben habe, dürfe keinem Dritten mitgeteilt werden.

Jedem Hinweis wird nachgegangen

Dadurch könne bei den Leuten der Eindruck entstehen, dass das Amt gar nicht tätig geworden sei. Dass dem nicht so ist, könne sie versichern. „Jedem Hinweis, wirklich jedem, wird nachgegangen. Es landet nichts in einer Schublade, jeder Fall wird von uns amtstierärztlich geprüft.“

Den vollständigen Artikel lesen Sie am morgigen Sonntag im SONNTAGSjOURNAL.