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Ausbildung für Therapiehunde: Helfer mit der kalten Schnauze

Kommt ein Hund in den Raum, tauen viele Menschen auf. Sie streicheln durch das weiche Fell und haben anschließend in der Gruppe ein gemeinsames Gesprächsthema. Es gibt viele Gründe, weshalb Therapiehunde in Seniorenheimen, Kindertagesstätten und Krankenhäusern eingesetzt werden. In zwei Wochen beginnt in Axstedt eine Ausbildung für die Helfer mit der kalten Schnauze.

„Hunde motivieren dazu, die Hände zu bewegen, bei der Pflege des Tieres zu helfen und mit ihm zu sprechen“, weiß Marianne Brand, Hundetrainerin von der Hundeschule Axstedt. Dieser Effekt kann insbesondere bei älteren, eingeschränkten oder kranken Menschen sowie bei Kindern Wunder bewirken. Hemmungen zu sprechen, zum Beispiel nach einem Schlaganfall, würden in Anwesenheit von Tieren fallen: „Hunde bewerten nicht, sie gehen unvoreingenommen auf die Menschen zu“, sagt Marianne Brand.

Übungen mit Rollstuhl und Rollator

Marianne Brand arbeitet bereits seit mehr als 30 Jahren mit Hunden. Seit zwei Jahren bildet die Axstedterin Therapiebegleithunde-Teams aus. Diese Ausbildung sei sehr anspruchsvoll. Die Teilnehmer müssen viel Hintergrundwissen lernen. Welche Krankheiten können vom Tier auf den Mensch und anders herum übertragen werden? Welche Gesetze müssen bei den Besuchen beachtet werden? Welche Spiele können mit eingeschränkten Menschen gespielt werden? An den Praxisstunden auf dem Gelände der Hundeschule nehmen regelmäßig fremde Menschen teil. Auch Rollator und Rollstuhl kommen bei den Übungen zum Einsatz. „Der Hund muss lernen, sich zurückzunehmen und nur auf Erlaubnis zu agieren“, weiß Marianne Brand.