Auto rast in Cuxhaven in Fußgänger: Flüchtlingshelferin sagt aus

Fast sechs Monate nach der Schreckensfahrt eines Autos in eine Fußgängergruppe vor einer Diskothek in Cuxhaven muss sich der 29-jährige Angeklagte wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Stade verantworten. Jetzt sagte seine Flüchtlingshelferin aus.

Helferin engagiert sich seit 2014

Die 53-jährige Lehrerin schilderte am Dienstag die Geschichte eines jungen Mannes, der sich nach Kräften anstrengte, in Deutschland Fuß zu fassen. Die Lehrerin engagiert sich seit dem Jahr 2014 ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe.

Lehrstelle als Koch

Sie habe dem 29-Jährigen bei Behördengängen und bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle geholfen. In Duhnen bekam er eine Lehrstelle als Koch. Auch bei der Suche nach einer Wohnung half sie ihm.

Flüchtlingshelferin übernimmt Darlehen

Um regelmäßig von Lüdingworth nach Duhnen zur Arbeit zu kommen, habe der Angeklagte einen Führerschein gemacht. Der 29-Jährige habe den Wagen gekauft und sie habe für ihn den Darlehensvertrag unterschrieben, berichtete die Lehrerin. Das Geld habe der Angeklagte in Raten an die 53-Jährige zurückgezahlt.

Sieben Menschen zum Teil schwer verletzt

Mit diesem Auto soll er dann vor der Cuxhavener Disko „Flair“ in die Fußgänger gefahren sein. Sieben Menschen dabei zum Teil schwer verletzt. (jp)