AWI startet Spendenaktion für Rackete

Die Kapitänin der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch, Carola Rackete, kommt wieder frei. Ein italienischer Ermittlungsrichter hob den Hausarrest gegen die Deutsche wieder auf. Italiens Innenminister Matteo Salvini erklärte, Rackete solle wegen Gefährdung der nationalen Sicherheit des Landes verwiesen werden. Die 31-Jährige Schiffskapitänin hat am Freitag mit der „Sea Watch 3“ den Hafen von Lampedusa angesteuert um Flüchtlinge von Bord zu lassen.

Kontakt nach Bad Bederkesa

Laura Wischnewski (Foto privat) aus Bad Bederkesa kennt Carola Rackete von einer gemeinsamen Expedition (Trans-Arctic Survey of the Arctic in Transition, kurz: TransArc) des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) in die Arktis im Jahr 2011. Rackete sei damals als nautische Offizierin an Bord gewesen, Wischnewsik gehörte als Laborantin dem Wissenschaftsteam an.

An Bord getroffen

„Ich habe sie als sehr freundliche, besonnene und interessierte Person erlebt“, erinnert sich die 31-Jährige. Die aktuellen Schlagzeilen um Carola Rackete bewegen sie sehr. „Geflüchtete sollten gerettet und in einen sicheren Hafen gebracht werden dürfen. Menschen wie Carola Rackete, die ihnen dabei helfen, sollten dafür nicht kriminalisiert werden.“

Spendenaufruf des AWI

Wischnewski folgte einem Spendenaufruf des AWI. Wissenschaftler Dr. Olaf Boebel appelliert darin an die oft angeführte Solidarität und den Zusammenhalt von Wissenschaft und Mannschaft auf der „Polarstern“. „Lasst uns Carola zeigen, dass sie nicht allein ist!“ Bis Dienstagabend kamen 5457 Euro zusammen.

Heike Leuschner

Heike Leuschner

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Heike Leuschner hat sich nach ihrem Jura-Studium in Hamburg für die journalistische Laufbahn entschieden. Seit 2010 ist die gebürtige Sächsin als Redakteurin im Landkreis-Ressort der NORDSEE-ZEITUNG beschäftigt. Privat sieht man sie häufig mit der Kamera - oder gar nicht. Dann ist sie auf Reisen.