Bad Bederkesa: Junger Fischotter kommt unter die Räder

Gut 70 Zentimeter lang, mehr als drei Kilogramm schwer und noch ziemlich jung: Ein junger Fischotter wurde jetzt auf der Landesstraße 117 an der Revierförsterei Holzurburg überfahren. Die Tiere stehen unter Artenschutz.

„Quer durch den Wald gewandert“

Gefunden hat ihn ein aufmerksamer Autofahrer. Er brachte den Kadaver gleich zu Dieter Röhnisch, Revierleiter der Försterei in Bad Bederkesa. „Der Jungotter muss quer durch den Wald bis hierher gewandert sein“, sagt der Experte. Das sei nicht ungewöhnlich, denn ein Fischotter wandere bis zu 30 Kilometer in einer Nacht. Daher ist für Röhnisch „die ottergerechte Vernetzung der Seen über Bäche, Vorfluter und Kanäle durch eine naturnahe Gestaltung besonders wichtig“.

Lebensraum wurde verbessert

Im Naturschutzgebiet Holzurburg am Bederkesaer See gibt es seit längerem wieder Fischotter, nachdem in den neunziger Jahren Lebensraumverbesserungen vorgenommen worden sind.

Für Lehr- und Forschungszwecke

“Ich habe bereits mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises gesprochen und eine Unbedenklichkeitsbescheinigung beantragt, damit ich den Fischotter für Lehr- und Forschungszwecke präparieren lassen darf“, sagt Röhnisch. „Da ich junge Forstleute ausbilde und die Themen rund um den Natur- und Artenschutz in unserem Beruf eine immer größere Rolle spielen, bin ich froh, dass ich das Präparat für diese Zwecke einsetzen kann.“

Andreas Schoener

Andreas Schoener

zeige alle Beiträge

Andreas Schoener arbeitet seit Oktober 2008 in der Landkreis-Redaktion der NORDSEE-ZEITUNG. Dort ist er stellvertretender Leiter und zuständig für die Berichterstattung aus und über die Stadt Geestland.