Bahnlärm in Wurster Nordseeküste: Versprochene Hilfe bleibt aus

Seit Jahren bringt der Bahnlärm die Bürger in der Wurster Nordseeküste um den Schlaf. Das Land, damals noch in Person von Staatssekretärin Daniela Behrens, versprach 2016 Hilfe und wollte den Lärm auf eigene Kosten messen lassen. Geschehen ist dies zwar mittlerweile, wirkliche Ergebnisse hat die Messung aber nicht gebracht.

„Keine belastbaren Daten“

Es seien aus verkehrsrechtlicher Sicht „keine belastbaren“ Daten herausgekommen, heißt es erst jetzt vom niedersächsischen Wirtschaftsministerium. Dementsprechend sehe das Land auch keine Möglichkeiten für weitere Schritte von seiner Seite. Die Daten selbst möchte das Land nicht veröffentlichen.

Übergänge wegen des Bahnlärms schließen?

Stattdessen verweist Ministeriumssprecher Oliver Wagner auf die Möglichkeit, ungesicherte Bahnübergänge auf dem Gemeindegebiet zu schließen. Denn an diesen – 17 Stück gibt es in der Gemeinde – müssen die Züge aus Sicherheitsgründen Warnsignale abgeben. Wären die Übergänge geschlossen oder technisch gesichert, würde zumindest dieser Lärm reduziert.

Gemeinde erfährt erst im Nachhinein von Messungen

Diese Maßnahme hatte auch Gemeindebürgermeister Marcus Itjen (parteilos) im vergangenen Jahr ins Spiel gebracht. Wohlwissend, dass ein solches Projekt einiges an Planung und Kompromissen braucht. Über die Messungen an der Bahnstrecke hingegen zeigt sich der Verwaltungschef überrascht, weil die Gemeinde weder über die Messungen selbst noch die Ergebnisse informiert worden sei.

Kristin Seelbach

Kristin Seelbach

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Geboren 1985 im hessischen Limburg hat es Kristin Seelbach nach dem Studium in Marburg und Leipzig gleich zweimal zur NORDSEE-ZEITUNG nach Bremerhaven und umzu verschlagen. Zunächst 2011 zum Volontariat und seit 2013 erst als feste Mitarbeiterin und später Redakteurin in die Landkreisredaktion. Dort kümmert sie sich schwerpunktmäßig um die Gemeinden im Nordkreis und die Kreispolitik.