Bauern fordern besseren Schutz der Weidetiere vor Wölfen

Tief enttäuscht – das sind die Weidetierhalter von der Politik. Ihre Kritik: Schon längst hätte ein vernünftiges Wolfsmanagement entwickelt werden müssen. Aus Protest haben sie den Umweltministern bei einer Konferenz in Hamburg-Harburg ein Positionspapier mit ihren Forderungen überreicht. 

Wolf soll Jagdrecht unterstellt werden

„Wir fordern endlich ein echtes Wolfsmanagement inklusive Bestandsregulierung in Niedersachsen und auf Bundesebene,“ sagte der Loxstedter Landvolk-Vorsitzende Jan Heusmann.
Er dringt auf Schutz der Weidetiere und Erhalt der Weidelandschaften. „Damit entsprechende Maßnahmen rechtssicher angewendet werden können, muss die Politik zeitnah das Bundesnaturschutzgesetz ändern und den Wolf dem deutschen Jagdrecht unterstellen – andernfalls wird es bald keine Tiere mehr auf Weiden geben, weil deren Halter frustriert aufgeben“, warnt er.

Monitoring inklusive Besenderung

Zum aktiven Management zähle neben dem Abschuss zur Regulierung der Wolfspopulation ein intensives Monitoring inklusive Besenderung. Anhand wissenschaftlicher Kriterien sollen Habitate festgelegt werden: Wann ist eine Koexistenz mit der ländlichen Bevölkerung möglich, wo sind wolfsfreie Gebiete für eine Offenlandschaft notwendig?

 

Welche Forderungen außerdem in dem Positionspapier stehen, das die Weidetierhalter dem Umweltministerium übergeben haben, lest Ihr am Sonntag, 12. Mai 2019, im SONNTAGSjOURNAL der NORDSEE-ZEITUNG.