Baumstriezel: Mit Backwaren aus Transsilvanien auf Tour durchs Cuxland

Zwei Monate lang hat sie mit Zucker, Ei und Butter experimentiert, dann waren die Leckereien perfekt. Jetzt geht die aus der Ukraine stammende Kristina Förster mit ihren Backwaren auf Tour: Mit ihrem Baumstriezel-Mobil ist sie im Norden des Landkreises Cuxhaven unterwegs. Das ursprüngliche Rezept der kleinen Teilchen stammt übrigens aus der Heimat Drakulas: aus Transsilvanien.

Vor fünf Jahren ist Kristina Förster (31) aus der Ukraine nach Deutschland gekommen. Sie lernte hier ihren Mann kennen, und es wurde geheiratet. Zuerst wohnte das junge Paar in Bremerhaven, dann fanden die beiden im eigenen Haus in Drangstedt eine neue Heimat. In der Ukraine arbeitete Kristina in der Hotelbranche bei „Best Western“ und sammelte erste Erfahrungen im Umgang mit Lebensmitteln, dazu zählten auch zahlreiche Seminare.

Auf dem Weihnachtsmarkt in Erfurt Baumstriezel gesehen

Bei einem Besuch des Weihnachtsmarktes in Erfurt sah sie zum ersten Mal Buden mit Baumstriezeln. Im Cuxland war das Backwerk ziemlich unbekannt. In Rumänien und Ungarn heißen Striezel „Kürtskalács“, was Schornsteinkuchen bedeutet. Das bezieht sich auf die äußere Form des Hefeteigs, dessen Rezept Kristina inzwischen weiter verfeinert hat. „Ich habe zwei Monate lang viel experimentiert, mal mehr, mal weniger Zucker, mit Ei, ohne Ei, bis ich zufrieden war“, erzählt die Baumstriezelbäckerin. Jetzt trifft man sie in der ganzen Region mit ihrem Baumstriezel-Mobil, so auch morgen beim verkaufsoffenen Sonntag in Bad Bederkesa. (stn)