Beverstedter Baumschule liefert deutschlandweit Pflanzen aus

Stürme und Borkenkäferbefall haben den Wäldern in ganz Deutschland zugesetzt. Hilfe kommt aus der Gemeinde Beverstedt. Täglich werden im Unternehmen F.-O. Lürssen Baumschulen in Osterndorf zwischen 80 000 und 120 000 Pflanzen verladen und mit dem eigenen Fuhrpark zu ihren Empfängern, vorwiegend in den nördlichen Bundesländern, gebracht.

Fichten in großen Stückzahlen

Die Nachfrage ist hoch: „Wir sind in diesem Jahr das erste Mal in der Situation, dass wir nicht alle Kunden bedienen können“, berichtet Baumschulchef und Inhaber Christian Lürßen (56). Beispielsweise Fichten werden in großen Stückzahlen für Aufforstungs- und Rekultivierungsmaßnahmen eingesetzt. 70 verschiedene Pflanzenarten werden in dem Betrieb, der auch jeweils einen Standort in Rheinland-Pfalz und in Brandenburg hat, produziert. Dazu gehören verschiedene Nadelbaumarten und Laubbäume, beispielsweise Buche, Eiche, Ahorn, Erle und Esche.

Europäisches Standardmaß

Nicht jede Pflanze, die auf dem insgesamt 72 Hektar großen Gelände, das von Wäldern geschützt wird, gewachsen ist, schafft es bis zum Empfänger.  „1,5 bis zwei Millionen Pflanzen pro Jahr sind Abfall, da sie nicht dem europäischen Standardmaß entsprechen“, berichtet Lürßen. Bei einer Gesamtzahl von 14 bis 16 Millionen ausgelieferter Pflanzen pro Jahr eine eher geringe Zahl. (ag)

Wie die Bäume angepflanzt und sortiert werden, lest Ihr am Sonntag, 14. April 2019, im SONNTAGSjOURNAL der NORDSEE-ZEITUNG.