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Konfirmandenunterricht per E-Mail? Jetzt kommen Neuseeländer ins Cuxland

Konfirmandenunterricht übers Internet? Wo gibt es denn so etwas? In Beverstedt. Emily (13) und Emilian (12) sind vor zwei Jahren mit ihren Eltern nach Neuseeland ausgewandert. Zum ersten Mail seitdem kehrten sie nun nach Deutschland zurück und machten beim Konfirmandenunterricht mit. Bisher lief der per E-Mail.

Weihnachten mit Plastikbaum und Sonnenschein

Wie feiert man in Neuseeland eigentlich Weihnachten? Kaum haben sich Emily und Emilian in den Stuhlkreis gesetzt, prasseln schon die ersten Fragen auf sie ein. „In kurzer Hose“, antwortet der 12-Jährige Emilian. „Ohne Schnee, dafür mit Plastik-Weihnachtsbaum.“ Ungläubige Blicke. Dass man bei 25 Grad Weihnachtsgeschenke auspackt, kann sich keiner der Konfirmanden so recht vorstellen.

„Etwas ganz Besonderes“

„Es ist schon etwas Besonderes für uns“, sagt Christa Naatjes-Schroeter. Konfirmandenunterricht per E-Mail? Das ist auch für die Pastorin nichts Alltägliches. „Aber eine tolle Möglichkeit für die Kinder, sich gegenseitig auszutauschen.“

Pastorin kannte Familie schon vorher

Das Ganze hat eine Vorgeschichte: Die Mutter der beiden war damals Organistin in Altluneberg, der ersten Gemeinde von Christa Naatjes-Schroeter. „Ich habe die beiden Eltern getraut, wir kannten uns also. Und dann haben wir uns diese besondere Form des Konfirmandenunterrichts ausgedacht“, erzählt die Pastorin.

Verbindung zum anderen Ende der Welt

Während des Unterrichts sind die Neuseeländer zwar nicht anwesend, aber trotzdem immer mit dabei: Fotos von ihnen hängen an der Wand im Gemeindehaus. Eine stete Verbindung zum anderen Ende der Welt.