Deichbrand: Rockcity wächst aus dem Acker

Seit Montag biegen Lastwagen mit tonnenschwerer Ladung beinahe im Minutentakt ins Wanhödener Gewerbegebiet ab. Acht Tage bleiben noch bis zum Start des viertägigen Deichbrand-Festivals am 21. Juli. Acht Tage, um eine Fläche so groß wie 120 Fußballfelder in eine Rockcity zu verwandeln.

Fans toppen fast Einwohnerzahl Cuxhavens

Zu Spitzenzeiten tummeln sich auf dem Deichbrand-Gelände in Wanhöden (Kreis Cuxhaven) fast 50.000 Fans und Helfer – kaum weniger, als die Stadt Cuxhaven Einwohner hat. Zwei, die auf dem Acker beinahe jeden Grashalm kennen, sind die Brüder Berend und Hanno Koll aus Dorum.

Mit dem „Einmessen“ fängt alles an

Mit dem „Einmessen“ fängt zwei Wochen vor Festivalbeginn die heiße Aufbauphase an. Jurist Berend und Landwirt Hanno Koll, teilen sich den Job mit einem technischen Planer. Akribisch beschriften sie zwei Tage lang Plastikspieße und verteilen sie im Ackerboden. „127SO“ notiert Berend Koll. Heißt: Container Nummer 127, südöstliche Position. Hier zieht die Produktionszentrale ein, der Anlaufpunkt für alle Gewerke – vom Bühnenbauer bis zum Sanitärbetrieb.

Tipps für schwierige (Wetter-)Lagen

Nachdem in diesem Jahr bereits mehrere Rockfestivals wegen Unwetters abgebrochen wurden, stellen sich auch die Deichbrand-Veranstalter in diesem Jahr besonders auf mögliche Wetterkapriolen ein. „Im Falle einer Lage werden wir diese über alle Kanäle (App, Website, Facebook, Twitter, Leinwände, Lautsprecher, Megaphone, Personal) kommunizieren und unsere Besucher informieren“, erklärt Deichbrand-Veranstalter Marc Engelke. „Wir empfehlen unseren Besuchern, besonnen aber konsequent unsere Anweisungen zu befolgen. Goldene Regeln gibt es keine, da die Anweisungen so unterschiedlich ausfallen wie die Lagen.“

Heike Leuschner

Heike Leuschner

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Heike Leuschner hat sich nach ihrem Jura-Studium in Hamburg für die journalistische Laufbahn entschieden. Seit 2010 ist die gebürtige Sächsin als Redakteurin im Landkreis-Ressort der NORDSEE-ZEITUNG beschäftigt. Privat sieht man sie häufig mit der Kamera - oder gar nicht. Dann ist sie auf Reisen.