Cuxport hat Oberwasser

Von seinem Büro aus hat Hans-Peter Zint einen Super-Blick. Etliche Container stapeln sich zu Füßen des Bürogebäudes, dahinter parken nagelneue BMW und Range Rover, die auf ihre Verladung warten. Im Hintergrund sieht man die dicken Stahlrohre des Offshore-Herstellers Ambau und die Kräne auf dem künftigen Siemens-Gelände. Keine Frage: Cuxhavens Hafen lebt. Und hat nun mit dem Bau des Liegeplatzes 4 beste Perspektiven für die Zukunft.

Cuxhaven hat seine Nische gefunden

„Unser Hafen ist eine Erfolgsgeschichte“, sagt Zint, einer der beiden Geschäftsführer von Cuxport. 2,7 Millionen Tonnen sind im vergangenen Jahr an der Elbmündung umgeschlagen worden. Im Vergleich zu den riesigen Häfen in Bremerhaven (60,7 Millionen Tonnen) und Hamburg (137,8 Millionen Tonnen) ist das natürlich gering. Aber der Cuxport, der noch keine 20 Jahre alt ist, hat seine Nische gefunden. Sein Pluspunkt: Er liegt direkt am seeschifftiefen Wasser.

Siemens-Ansiedlung katapultiert Küstenstadt nach vorne

„Wir sind ein echter Mehrzweckhafen – und wollen das auch bleiben“, beschreibt Zint die Strategie. Das sagt er auch mit Blick darauf, dass Cuxhaven jetzt vor allem in Sachen Offshore in aller Munde ist. Die Ansiedlung des Siemens-Werks hat die Küstenstadt als Hafenstandort für die Windindustrie ganz nach vorne katapultiert.

Inga Hansen

Inga Hansen

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Inga Hansen, Jahrgang 1962, arbeitet seit 1993 als Redakteurin in der Landkreis-Redaktion der NORDSEE-ZEITUNG. Zuvor hat die gebürtige Ratzeburgerin in Hamburg Politikwissenschaft und Öffentliches Recht studiert. Über Politik beziehungsweise die Frage, wie sich die Gesellschaft entwickelt, kann sich auch privat den Kopf heiß reden, weitere Leidenschaften gelten der Pop-Musik und dem Kino.