Der Milchpreis sinkt weiter

25,3 Cent für den Liter Milch. Mehr bekommen die Bauern im März nicht. Das hat Deutschlands größte Molkerei, das Deutsche Milchkontor (DMK), angekündigt.

Die Molkerei hat am Montag ihre erste Bezirksversammlung in Flögeln abgehalten. 150 Milchbauern waren gekommen. In schwierigen Zeiten. Die DMK hat den Bauern im vergangenen Jahr im Schnitt nur 27,6 Cent pro Liter ausgezahlt – fast 25 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Stimmung auf dem Land ist sehr schlecht.

Der Milchpreis befindet sich im freien Fall, ein Ende der Talfahrt ist nicht in Sicht. Fast 40 Prozent ihres Einkommens haben die Milchviehbetriebe verloren.

Ein Viertel der Höfe ist in seiner Existenz bedroht

Ein Viertel der Höfe im Cuxland, so heißt es, steht vor dem Aus. Viele Bauern haben die Subventionen aus Brüssel, die jedes Jahr im Dezember als feste Einkünfte aufs Konto kommen, verpfändet. Trotzdem laufen Lohnunternehmer ihren Rechnungen hinterher, Handwerker, die bislang vom Bauboom in der Landwirtschaft gelebt haben, fehlen die Aufträge. Überlegungen, angesichts des miserablen Milchpreises die Menge zu beschränken, erteilten die Bauern in Flögeln aber eine klare Absage.

Inga Hansen

Inga Hansen

zeige alle Beiträge

Inga Hansen, Jahrgang 1962, arbeitet seit 1993 als Redakteurin in der Landkreis-Redaktion der NORDSEE-ZEITUNG. Zuvor hat die gebürtige Ratzeburgerin in Hamburg Politikwissenschaft und Öffentliches Recht studiert. Über Politik beziehungsweise die Frage, wie sich die Gesellschaft entwickelt, kann sich auch privat den Kopf heiß reden, weitere Leidenschaften gelten der Pop-Musik und dem Kino.