Diese Frau aus Hagen lebt ausgerechnet in Fukushima

Seit Herbst 2017 lebt Lea Römer aus Hagen in Fukushima. In der japanischen Stadt, in der es 2011 eine Reaktorkatastrophe und radioaktiven Strahlenalarm gab. 

Auslandsjahr in Japan

Römer (21) studiert International Business Management East Asia am Ostasieninstitut der Hochschule Ludwigshafen am Rhein. Der Studiengang beinhaltet ein Auslandsjahr in Japan. Das absolviert sie ausgerechnet in Fukushima.

Alltag ist eingekehrt

In der japanischen Stadt ist auf den ersten Blick der Alltag wieder eingekehrt. Zum Straßenbild gehören aber auch Strahlenmessgeräte. „Die Werte sind immer noch höher als das, was wir in Europa gewöhnt sind“, berichtet Römer.

„Ein mulmiges Gefühl“

Sie ist in einem strahlengeschützten Bus bis auf zehn Meter an den Ort der damaligen Kernschmelze herangefahren. „Die Messungen außerhalb des Fahrzeugs lagen vier- bis fünffach höher als im Inneren. Es war ein mulmiges Gefühl“, gesteht Römer. Es durften keine Fotos gemacht werden.

Obst ist teuer

Römer ist bekennender Japan-Fan, dennoch vermisst sie neben Freunden und Familie einige Dinge sehr. „Brot und Käse gibt es hier nicht in großer Vielfalt, auch Bäckereien, die morgens geöffnet haben, sucht man vergeblich. Obst ist hier extrem teuer, selbst tiefgefrorenes“, sagt die Hagenerin. Im September geht es zurück nach Deutschland. (ran)