Duhner Wattrennen: Tierschützer geben nicht auf

Pferde mit offenem, aufgerissenem Maul, geblähten Nüstern, schweißnasser Haut oder verdrehten Augen – gemacht wurden die Fotos beim Duhner Wattrennen 2016. Laut Staatsanwaltschaft kein Grund von Tierquälerei zu sprechen. Tierschützer sehen das aber ganz anders.

Verfahren wurde eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Stade hatte ein Ermittlungsverfahren wegen Tierquälerei kurz vor dem Rennen im Juli 2017 eingestellt. Im Verfahren ging es um Fälle aus dem Jahr 2016.

PETA legt offiziell Beschwerde ein

Die Tierrechtsorganisation PETA hat jetzt offiziell Beschwerde gegen diese Entscheidung eingelegt. PETA sieht sehr wohl Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Ein von der Organisation bestellter Gutachter stützt die Einschätzung.

Gutachter: Keine erheblichen Leiden zu sehen

Die Staatsanwaltschaft beauftragte einen eigenen Gutachter. Und der kommt zu dem Schluss: Mit den Fotos können keine „erheblichen und wiederholten Leiden“ nachgewiesen werden. Wenn ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorliegen soll, muss genau das bewiesen werden. Jetzt entscheidet die Generalstaatsanwaltschaft in Celle über die Beschwerde.

Ein Verfahren wegen Tierquälerei läuft noch

Ein anderes Verfahren, in dem gegen zwei Reiter wegen Tierquälerei ermittelt wird, läuft indes weiter. Behandelt werden Fälle aus dem Jahr 2014. Auch der Gutachter der Staatsanwaltschaft hatte dort tierschutzwidrige Gebisse und den Einsatz von unerlaubten Hilfsmitteln wie Ohrstöpsel und Zungenbänder moniert.

Christian Doescher

Christian Doescher

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Christian Döscher, Jahrgang 1967, leitet seit 2009 die Landkreis-Redaktion der NORDSEE-ZEITUNG. Zehn Jahre hat er in der Nachrichten-Redaktion gearbeitet. Vor seinem Volontariat ab 1997 ist der Köhlener vier Jahre als selbstständiger Marketing-Berater tätig gewesen. Studiert hat Döscher in Hannover Wirtschaftswissenschaften. Seine Leidenschaft gilt dem Fußball.