Duhner Wattrennen: Verfahren wegen Tierquälerei eingestellt

Reiter und Veranstalter können durchatmen: Auch das letzte Verfahren wegen Tierquälerei beim Duhner Wattrennen ist eingestellt worden.

Fotos sollen Tierquälerei dokumentieren

2015 war die Tierrechtsorganisation Peta mit Fotos an die Öffentlichkeit  gegangen, die mutmaßliche Tierquälereien bei den Rennen im Jahre 2014 zeigten. Pferde mit martialisch anmutender Zäumung, vermeintliche Ohrstöpsel und eine blau unterlaufene Zunge waren unter anderem zu sehen.

Anfangsverdacht bei drei Pferden

Die Staatsanwaltschaft Stade sah einen Anfangsverdacht bei drei Pferden. Zwei Reiter konnten ermittelt werden. Doch die Verfahren gegen beide wurden jetzt eingestellt. Die Staatsanwaltschaft in Stade bestätigte Recherchen der NORDSEE-ZEITUNG.

„Fotos sind nur eine Momentaufnahme“

„Die Fotos sind nur eine Momentaufnahme“, so  Oberstaatsanwalt Kai Thomas Breas, das Foto habe nur eine „äußerst eingeschränkte Aussagekraft hinsichtlich der Dauer einer Beeinträchtigung“. Lang anhaltendes Leiden ist Voraussetzung für einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

Peta spricht von „Rechtsbeugung“

Peta spricht von Rechtsbeugung will aber mangels Erfolgschancen keine Beschwerde einreichen. Mitte 2017 war schon ein ähnliches Verfahren gegen Verantwortliche des Duhner Wattrennens eingestellt worden.

 

Christian Doescher

Christian Doescher

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Christian Döscher, Jahrgang 1967, leitet seit 2009 die Landkreis-Redaktion der NORDSEE-ZEITUNG. Zehn Jahre hat er in der Nachrichten-Redaktion gearbeitet. Vor seinem Volontariat ab 1997 ist der Köhlener vier Jahre als selbstständiger Marketing-Berater tätig gewesen. Studiert hat Döscher in Hannover Wirtschaftswissenschaften. Seine Leidenschaft gilt dem Fußball.