Anzeige

Ein Franzose in Hagen: Vorfreude aufs neue Kapitel

Der Franzose Clement Tintaud, Sohn einer deutschen Mutter und eines französischen Vaters, lebt seit drei Jahren in Hagen. Aufgewachsen ist er in der Heimat seines Vaters, doch wenn die beiden Länder am Donnerstag (21 Uhr, ZDF) im Halbfinale der Fußball EM aufeinander treffen, hält er der deutschen Elf die Daumen. Er habe schon immer bei Fußballspielen zur deutschen Elf gehalten, sagt der sympathische 25-Jährige.

Mehr Deutsch als Französisch

„Ich fühle mich inzwischen ein bisschen mehr Deutsch als Französisch“, sagt der Hagener, der auch die Sprache seiner Mutter von Kindesbeinen an gelernt hat. Vor drei Jahren kam er für eine Ausbildung bei Edeka Schomacker nach Deutschland. Clement Tintaud fühlt sich wohl in Hagen, auch weil er hier ungestört zu Jogis Jungs halten kann. In Frankreich erntete er schon einmal ein genervtes Augenrollen von den Freunden oder dem Vater für seine Leidenschaft. Wenn der Franzose heute Abend im Hagener Freundeskreis das Halbfinale verfolgt, darf er ungeniert jubeln.

Es überwiegen die Gemeinsamkeiten

„Ich habe mich hier gut eingelebt und an den deutschen Lebensrhythmus gewöhnt“, sagt Tintaud. Überhaupt seien die kulturellen Unterschiede nicht so groß. Grünkohltouren, Osterfeuer und Oktoberfest könne er sich in Frankreich zwar nicht vorstellen, doch im Großen und Ganzen überwiegen die Gemeinsamkeiten. Doch wenn es etwas gebe, was die Franzosen besser könnten, dann sei das auf jeden Fall kochen, ist Tintaud sich sicher.

Tintaud tippt auf ein 2:1 für Deutschland

Jens Gehrke

Jens Gehrke

zeige alle Beiträge

Jens Gehrke ist in Bremerhaven geboren, arbeitet als Redakteur bei der NORDSEE-ZEITUNG und gehört seit 2016 dem nord24.de-Team an. Er hat Kulturwissenschaften und BWL in Lüneburg und Madrid studiert, danach volontierte er bei der NORDSEE-ZEITUNG. Die Schwerpunkte der Berichterstattung liegen in den Gemeinden Hagen im Bremischen und Beverstedt.