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Erfolgsmodell AST: Ein Taxi im Linienverkehr

Die letzten Lücken sind geschlossen. Seit Mitte Juni verfügt der Kreis Cuxhaven über ein flächendeckendes System von Anruf-Sammeltaxen (AST). Zuletzt gingen die AST-Netze auf dem Gebiet der ehemaligen Gemeinde Nordholz (fünf Linien) und der ehemaligen Samtgemeinde Bederkesa (vier Linien) an den Start.

Insgesamt gibt es im Kreis Cuxhaven inklusive der Stadt Cuxhaven jetzt 72 Linien, auf denen das AST verkehrt. „Das Sammeltaxi ist das Verkehrssystem der Zukunft für den ländlichen Raum. Es gibt nichts Vergleichbares, was das leisten könnte“, sagt Gabi Kasten, Fachgebietsleiterin für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) beim Kreis Cuxhaven.

Aufgabe: Anschluss der kleinen Dörfer an den ÖPNV

Aufgabe des AST ist es, zum einen eine Verbindung zwischen den Dörfern und den jeweiligen Grundzentren herzustellen und zum anderen den Anschluss an den ÖPNV wie Bus und Bahn zu gewährleisten – überall dort, wo der Einsatz von Bussen wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Die Kosten teilen sich Gemeinden und Landkreis, der Fahrgast zahlt einen festen Fahrpreis. Der Vorteil: Das AST kostet die Kommunen nur dann Geld, wenn es benutzt wird.

Nächstes Ziel: Einheitliche Rufnummer

Die Kommunen im Kreis haben bisher durchweg positive Erfahrungen gesammelt und berichten von wachsenden Fahrgastzahlen. Weiße Flecken gibt es jetzt zwar nicht mehr, doch das System wird weiterentwickelt, wie Gabi Kasten berichtet: „Unser erstes Projekt ist, eine einheitliche Rufnummer für das Bestellen des AST einzurichten. Bisher gibt es mehrere.“  Im Anschluss soll geprüft werden, wie eine Bestellung über das Internet und per App möglich gemacht werden kann.