Wie Don Quijote: Ex-Daimler-Manager kämpft gegen Windräder im Cuxland

Seit Jahren kämpft der frühere Daimler-Manager Heinz-Christian Gresens gegen die Windräder in der Nähe seines Gutshofes zwischen Mittelstenahe und Lamstedt. Drei der 17 Windräder müssen weichen. Doch ein großer Teil der Fundamente bleibt im Boden stecken.

Tonnen von Stahl und Beton

Das ärgert Gresens. Bis zu 30 Meter tief können die Stahlträger der Windräder in die Erde ragen. Er sieht die Betreiber in der Pflicht, das komplette Fundament zu entfernen. Das Fundament werde jedoch nur bis zu einer Tiefe von 2,50 Meter ausgegraben. Alles, was darunter liege, bleibe im Boden zurück. „Da sind noch Tonnen von Stahl und Beton drin“, klagt der Windrad-Gegner.

Mit Nitrat belastet

Im Cuxhavener Kreishaus ist man überzeugt, dass man mit der Vorgabe für die Windrad-Betreiber richtig liegt. Ausgerechnet Einwände der Wasserschutzschutzbehörde hätten den kompletten Rückbau der Windriesen verhindert. Die Behörde befürchtet, dass durch das Entfernen der Stahlträger mit Nitrat belastetes Oberflächenwasser ungehindert ins Grundwasser gelangen könnte.

Finanzielle Frage

Für die Betreiber ist das vor allem eine finanzielle Frage. Denn es kostet sehr viel Geld, den schweren Stahlbeton wieder aus dem Boden zu bekommen.

Inga Hansen

Inga Hansen

zeige alle Beiträge

Inga Hansen, Jahrgang 1962, arbeitet seit 1993 als Redakteurin in der Landkreis-Redaktion der NORDSEE-ZEITUNG. Zuvor hat die gebürtige Ratzeburgerin in Hamburg Politikwissenschaft und Öffentliches Recht studiert. Über Politik beziehungsweise die Frage, wie sich die Gesellschaft entwickelt, kann sich auch privat den Kopf heiß reden, weitere Leidenschaften gelten der Pop-Musik und dem Kino.