Flüchtlinge in Bad Bederkesa lernen Erste Hilfe

Das richtige Verhalten in Notsituationen haben Flüchtlinge in Bad Bederkesa jetzt gelernt. Das Team vom Jugendzentrum rund um Leiter Kai Uhlhorn hatte den Lehrgang in zwei Sprachen in Kooperation mit dem Kreisverband Hadeln des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) angeboten. Eingeladen waren insbesondere Asylbewerber aus dem persischen Sprachraum.

Erste-Hilfe-Übungen der Flüchtlinge mit „Little Ann“

Einer der Jugendlichen diente der Gruppe als Übersetzer, die anderen Flüchtlinge übten an der Rettungspuppe „Little Ann“ den Ernstfall. Neben praktischen Übungen zu Wiederbelebung und Beatmung wurde die stabile Seitenlage geübt, das Versorgen von Wunden und das Anlegen von Verbänden. Ganz wichtig war die Anleitung, wie in Deutschland ein Notruf abzusetzen ist.

„Rüstzeug für Notsituationen“

„Mit diesem Kursus geben wir den Flüchtlingen auch Rüstzeug an die Hand, sich in vielen Situationen selbst zu helfen“, sagt Pädagogin Anna-Lena Remmers. Für Uhlhorn ist neben dem Erlernen praktischer Kenntnisse in erster Hilfe die gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen unabhängig von Herkunft, Kultur, Religion und Sprache wichtig.

Junge Menschen sollen sich ehrenamtlich engagieren

„Wir zeigen unseren neuen Besuchern sinnvolle Beschäftigungen und binden sie in unsere Arbeit ein. Sie sollen aktiv werden, sich engagieren, Projekte mit entwickeln.“ Ein Ziel sei es, die jungen Menschen zum Erwerb der Jugendleitercard zu motivieren und sich anschließend ehrenamtlich in der Jugendarbeit zu engagieren. (gsc)