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Frettchen: Tipps für eine artgerechte Haltung

„Ohhh… wie süß“ heißt es häufig, wenn Menschen auf Frettchen stoßen. Doch der possierliche Anblick kann trügerisch sein. Denn es ist gar nicht so einfach, die kleinen Mader als Haustier zu halten. Darauf weist die „Mogfreds Frettchenhilfe“ bei ihrem Tag der offenen Tür hin.

Frettchen sind per se keine Kuscheltiere

„Das Frettchen ist ein kleines, kerniges Raubtier und nicht per se als Kuscheltier anzusehen – in der Regel ist es jedoch, bei artgerechter Haltung und sachgerechtem Umgang, ein liebenswerter, chaotischer, anspruchsvoller Hausgenosse mit individuellem Charakter“, sagt Irmi Janssen.

Tipps zur artgerechten Haltung

  • Eine komplette Kastration sei bei beiden Geschlechtern wichtig, um das Ranzen und Tumore bei den Tieren zu verhindern.
  • Vor der Anschaffung unbedingt einen Schnupperbesuch in einer der Auffangstationen abstatten, um sich ein Bild von der Haltung und dem Wesen der Tiere zu machen.
  • Frettchen sind Raubtiere. Sie essen nur frisches Fleisch, Küken, Mäuse oder spezielles Trockenfutter mit hohem Fleischanteil. Frettchen vertragen kein Schweinefleisch.
  • Immer mindestens drei Tiere anschaffen. Frettchen benötigen dringend den Kontakt mit ihren Artgenossen.
  • Ausreichend Bewegungsfreiheit sicher stellen. Richtwert: Neun Quadratmeter für drei Frettchen.
  • Keine Käfig- oder Terrarienhaltung. Das macht die Tiere krank. Entweder eine Voliere anschaffen oder ein Zimmer speziell einrichten.
  • Umfeld frettchensicher präparieren. Die Tiere sind schlau und öffnen Fenster sowie Türen. Kein Teppich oder Laminat, da die Tiere Katzentoiletten nicht verlässlich benutzen. (ran)