Fünf Generationen kommen bei der 94-jährigen Ur-Ur-Oma Erna Lea zusammen

Ob beim Mittagessen oder beim Cappuccino – gerne sitzt die Familie zusammen: Ines und Sebastian Riemenschneider mit ihrem fünf Wochen alten Sohn Liam, Liams Oma Heidi Riemenschneider und seine Ur-Großeltern Rosemarie und Harald Sparnicht. Und wenn Liams Ur-Ur-Oma Erna Lea in Nordholz ins Nachbarhaus einlädt, finden sich gleich fünf Generationen unter einem Dach.

Als Erna Lea 1923 in Nordholz geboren wurde, heranwuchs und schließlich selbst Mutter wurde, herrschten noch andere Zeiten. „Es hat sich alles geändert – auch in der Erziehung. Aber da halte ich mich bei meinem Ur-Ur-Enkel raus, denn seine Eltern wissen, was zu tun ist. Und sie sind fleißig“, betont die 94-Jährige, während der kleine Liam Steven Jerome friedlich in seiner automatisch angetriebenen Wippe sanft hin und her geschaukelt wird.

Ur-Ur-Oma kocht für Enkel und Ur-Enkel Hühnersuppe

Seine Ur-Ur-Oma schmunzelt: „So etwas gab es früher nicht. Dafür hatten wir einen alten Kinderwagen, bei dem gerne mal ein Rad abging“, erinnert sie sich. „Aber es war immer schön, Mutter zu sein.“ Ihre Ur-Enkelin Ines Riemenschneider, die gleich nebenan wohnt, verrät: „Oma erzählt viel über die Vergangenheit, und bei ihr trifft sich alles.“ Besonders gerne zum Essen. „Von montags bis freitags koche ich immer für ein paar meiner Enkel und Ur-Enkel, und am liebsten essen sie Hühnersuppe – noch nach einem Rezept vom Heimatverein Midlum“, sagt Erna Lea, die fünf Ur-Enkel zwischen 12 und 26 Jahren sowie drei Enkel zwischen 20 Jahren und Anfang 50 hat.