Geestland: Bürger begeistert von „Tante-Emma-Läden“

Dorfläden im „Tante-Emma-Stil“ haben es nicht leicht in Geestland. Auch wenn das Angebot der kurzen Wege besonders älteren Leuten eine schnelle Nahversorgung ermöglicht – die Konkurrenz der Discounter ist groß. In Ringstedt, Flögeln und Drangstedt gibt es noch solche kleinen Läden. Die Bürger sind begeistert.

„Hier schafft man noch mit Herz und Hand“

So ist beispielsweise der Dorfladen von Iris und Harry Ohlandt in Ringstedt ein Angebot, das seit 1925 – unter wechselnder Geschäftsführung – gern genutzt wird. Besen, Draht, Nägel, Brötchen und vieles mehr wartet in den Regalen. „Hier läuft die Ware nicht vom Band, hier schafft man noch mit Herz und Hand“, lautet das Motto bei Ohlandt.  Zwei Angestellte helfen mit, dass der Laden in der Ortschaft immer einen Besuch wert ist.

Kleiner Schnack beim Einkauf

Auch bei Seebeck in Flögeln herrscht immer wieder reger Betrieb. Anneliese Seebeck, die den Laden 1966 von ihren Schwiegereltern übernahm, hat gerade in den frühen Morgenstunden alle Hände voll damit zu tun, die Kundschaft zu bedienen. Kaffee und Brötchen werden in dieser Zeit gerne genommen. Aber auch Butter und andere Nahrungsmittel liegen bereit. „Viele nutzen den Einkauf zu einem kleinen Schnack“, sagt die 77-Jährige.

„Service und Engagement“

Martina Reiners hat ihr Geschäft „Mein Laden“ in Drangstedt sogar mit einer kleinen Kaffee-Ecke versehen, damit Möglichkeiten zum Verweilen bestehen. Neben dem breitgefächerten Angebot betreibt die heute 59-Jährige das Geschäft mit ihrem Lebensgefährten Detlef Chors seit März 2010. Unter anderem gibt es Marmelade, Zeitungen, Paniermehl, Fisch aus der Dose – und natürlich frische Brötchen und Kuchen. „Unser Laden ist immer auch Drehscheibe für Informationen“, sagt Reiners, die mit Blick auf die Konkurrenz der Discounter sehr wohl darum weiß, wie schwierig es ist, seine Kundschaft zu halten. „Da helfen nur Service und ständiges Engagement.“