Trotz Bedenken der Bürger: Rat für Industriegebiet „Wulfheide“ Wulsbüttel

Mit deutlicher Mehrheit stimmte der Rat der Gemeinde Hagen für die Errichtung des Industriegebiets „Wulfheide“ Wulsbüttel. Damit kann Betonschutt in das bisher für Sandabbau zugelassene Gewerbegebiet verbracht werden.

Recycling-Anlage und Betonwerk

Die Ratsmitglieder haben damit die Voraussetzungen geschaffen, dass die Wulsbütteler Sandgesellschaft (WSG) dort die Recyclinganlage für Bauschutt wieder in Betrieb nehmen und ein Betonwerk errichten darf. Dafür stimmten unter anderem der Bürgermeister, die CDU-Fraktion und Teile der SPD-Fraktion.

40 Zuhörer drängen sich im Saal

40 Zuhörer drängten sich im Gasthaus Würger in Uthlede, um die Abstimmung zu verfolgen. Darunter  Mitarbeiter der Wulsbütteler Sandgesellschaft (WSG), die Angst um den Verlust ihrer Arbeitsplätze zum Ausdruck bringen wollten und die Notwendigkeit zur Bauschuttannahme in Wulsbüttel unterstrichen.

Bürger sind in Sorge

Allerdings waren auch viele Bürger dort, die Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen des Beton-Recyclings auf die Umwelt, insbesondere das Grundwasser, haben. Besonders pikant: Der Brief einer Bürgerin an die Ratsmitglieder, in dem Kritik an dem Projekt hinsichtlich des Wasserschutzgebietes geäußert wird, soll trotz der Verschwiegenheitspflicht der gewählten Volksvertreter an den WSG-Geschäftsführer weitergeleitet worden sein. Auch die Lärmbelastung durch das Projekt wurde diskutiert. Gerade in Verbindung mit der Rennstrecke „Hoope-Park“ ein wichtiges Thema. (pal)